Hervorragendes Debüt mit uriger Bühnenshow

Club News des Oldies Club Wetterau Ausgabe 89

Clubabend am 03.01.12 mit „The Bubbles“

Hervorragendes Debüt mit uriger Bühnenshow

Text/Fotos: Michael Scheld/Pressewart

Sie traten zum ersten Mal bei uns im „Raabennest“ auf: „The Bubbles“, eine Rockformation aus dem Main-Kinzig-Kreis (anm. The Bubbles "Main-Taunus-Kreis), lieferte eine fürwahr „urige Bühnenshow“ ab. Monika Seyfarth begrüßte wie immer alle Gäste und kündigte den Auftritt der „Bubbles“ an. Draußen war es eiskalt, aber im Saal hatten die etwa 120 Clubmitglieder und Gäste weder Zeit noch Gelegenheit, richtig zu frieren. Denn die Beats der Band „The Bubbles“ heizten dem tanzwütigen Publikum von Anfang an mächtig ein: mit gradlinigem, urwüchsigen Party-Rock aus den 70er und 80er Jahren.
Die Band hat mehrere Eigenschaften, die sie von anderen Bands differenziert:
1. sie interpretieren die von ihnen präsentierten Rock-Pop-Songs auf sehr individuelle Art und Weise („fetziger als das Original“),
2. sie spielen das, was ihnen gerade gefällt, ohne sich an eine Setlisten-Reihenfolge zu halten,
3. sie sind Showtypen, die eine gute Show bieten und sich dabei an keine Regeln halten, was das Bühnen-Outfit angeht: grelle Farben sowie irrer Mix von Rüschenhemden und Schlaghosen. Dazu kommen wilde Perücken und Sonnenbrillen.
Sie starteten mit einem Lied von Kiss: „I was made for loving you“. Sänger Tom Hörner hatte sich gleich eine Kiss-Maske aufgesetzt. Beim nächsten Lied „Twist and Shout“ von den Beatles hielt Tom ein Schild hoch, auf dem ein großes „Aaahh“ zu lesen war, was die Aufforderung an die Zuschauer war, sich stimmlich an den entsprechenden Stellen zu beteiligen. Lustig, was da zu hören war. Als „Marmor Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher erklang, rockte der Saal mit. Es folgten Lieder wie „Sweet home Alabama“, „Don’t ha ha“, „Gimme some loving“ (von Schlagzeuger Uwe gesungen), „Ballroom Blizz“ und „Der Kommissar“ von Falco (Tom mit Polizeimütze, Lodenmantel, Sonnenbrille).
Die Lieder wurden in der Folge weiter bunt gemischt. „Fox on the run“, „All right now“ „Roll over Beethoven“, ”Highway to hell“ folgten. Sehr gut fand ich die rockige Version des Beat-Klassikers „Hold tight“, die ein kollektiv gesungenes „Hold tii-ight, hold ti-i-ight, hold ti-i-i-iight“-Erdbeben im Saal auslöste. Uwe und Tom wechselten sich mit der Leadstimme ab. Raten Sie mal, wer die Telefon - Nummer von „Rosie“ (32-16-8) kannte, als Tom das Publikum vor dem Lied „Skandal im Sperrbezirk“ (Spider Murphy Gang/1982) danach fragte: nahezu ALLE! Als Zugabe gab die Band einen Van Halen-Hit aus dem Jahr 1984 zum Besten: „Jump“ – so als hätten wir bisher noch nicht genügend mitgesungen. Leute, Leute, Leute – Ihr habt da viel gefordert vom Publikum. Ihr habt aber auch viel zurück bekommen in Form von Applaus.
Vielen Dank an Sänger Tom Hörner, Bernhard Roth (Bass) , Sepp Steudel (Keyboard), Uwe Scholz (Schlagzeug) Thomas Ziegler (Gitarre). Ihr habt an diesem Abend alles gegeben. Und wir haben’s gerne genossen.

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Mit fetzigen Oldies ins neue Jahr gestartet

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Oldies Club Wetterau hat The Bubbles zu Gast – Sänger kommt mit Kiss-Maske auf die Bühne

 

Reichelsheim-Beienheim (har): Mit einem rockigen Partyabend ist der Oldies-Club Wetterau am Dienstag im >>Raabenest<< ins neue Jahr gestartet. Für gute Stimmung sorgten The Bubbles, die zum ersten Mal zu Gast waren. Die fünf Musiker um Sänger Tom Hörner bezeichnen sich selbst als Gute-Laune-Band, was sie im voll besetzten Saal auch unter Beweis stellten. Die Band aus dem Main-Taunus-Kreis eröffnete ihr Programm mit dem Kiss Klassiker >>I was made for lovin you<<, zu dem der Sänger eine Kiss-Maske aufgesetzt hatte.
Immer wieder trieb Tom Hörner nicht nur seine Mitstreiter an, sondern auch die Fans im Saal, in dem er die Bühne verließ oder Texttafeln hoch hielt. Bereitwillig >>sangen<< die Besucher die >>schwierigen Texte<< wie >>Aaah<< oder >>Hey<< als Backgroundchor mit.
Mehrmals wechselte Hörner am Abend sein Outfit. Rüschenhemd und Schlaghose ersetzte er nach der ersten Pause durch Rockerkleidung. Zu Falcos >>Komissar<< erschien Hörner im Lodenmantel und Polizeikappe und rockte ebenso über die Bühne wie Leadgitarrist Thomas Ziegler und Bassist Bernhard Roth. Schlagzeuger Uwe Scholz überzeugte auch als Sänger, und auch Keyboarder Sepp Steudel verließ schon mal seinen Platz, um in der ersten Reihe mitzumischen.
Vielfältig ist das Repertoire der Band, die mit einer Hard-Rock-Version von >>Marmor, Stein und Eisen bricht<< ebenso begeisterte wie mit selten gecoverten Hits von den Simple Minds, Golden Earring oder dem Electric Light Orchestera. Vor allem im zweiten Teil jagte ein Höhepunkt den nächsten, etwa bei Pink Floyds Hymne >>The Wall<< und >>Ballroom Blitz<< von Sweet.
Der Spaß, den die fünf Musiker auf der Bühne hatten, übertrug sich schnell auf die Besucher, die bei den Hits der Neuen Deutschen Welle wie >>Major Tom<< oder >>Skandal im Sperrbezirk<< lautstark mitsangen. Ein Platz auf der Tanzfläche war zu diesem Zeitpunkt kaum noch zu finden.  

 

Hörner ist der Vollprofi

Oberurseler Woche 03.11.2011

 

Nostalgie Genuss bei der zweiten Beat-Night

 

Oberursel: Da war sie wieder – die unvergängliche Ära des Beat und Rock’n Roll in ihrer schönsten Ausprägung. Wer am Samstag bei der zweiten Beat-Night in der Stadthalle in die strahlenden, wenn auch nicht mehr ganz so makellos glatten Gesichter des Publikums schaute, musste erkennen, dass diese ewig junge Ära zweifellos schon unter die Rubrik „gute alte Zeit“ fällt. Die Musik bereitet vielleicht gerade deshalb immer wieder umso mehr nostalgischen Genuss.
Zwei Top-Bands haben die Veranstalter Peter Neidhardt und Dave Achim Obst wieder auf die Bühne gebracht. Interessant, dass „The 2nd Generation“ aus Gießen, die vergangenes Jahr als Vorgruppe die Stimmung für den Auftritt der „Lords“ angeheizt hatten, nun als Top Act die Bühne betraten – ein untrügliches Indiz, auf welch hohem Niveau sich diese Band bewegt. Doch die „Bubbles“ aus Hofheim, die nun den Part der Aufwärmer übernommen hatten, standen dem in nichts nach. Vom ersten Akkord an sprang der Funke auf die 500 Beat Fans über.
Stilecht in Leder stürmte Frontmann Tom Hörner die Bühne mit „I was made for lovin‘ you“ von Kiss. Schon beim ersten Refrain wurde die große Tanzfläche von den Mutigsten genutzt. Sie füllte sich schnell, der Sänger riss sich die Maske vom Gesicht. Schweißperlen wurden sichtbar. Er nahm beim „Rockin‘ all over the world“ mit Status Quo das ganze Publikum mit, ließ mit Bryan Adams den „Summer of 69“ und den Hessentag 2011 in Oberursel noch einmal aufleben. Hörner ist der Vollprofi. Nicht nur mit seiner Stimme, sondern mit ganzem Körpereinsatz versetzte er sich und das Publikum in die wilde Zeit zurück. Er sprang auf und von der Bühne, umarmte mit seinen Armen den kompletten Saal, fixierte sein Publikum mit den Augen und ausgestreckten Armen, sank auf die Knie und stürmte sogar den linken Teil des Parketts wo das gemütliche Zusammensitzen an Tischen eher Assoziationen an einen Tanztee als an eine furiose Beat-Night auslöste. Doch der Schein trog. Auch wenn ein Teil der Beat-Generation mittlerweile Bequemlichkeit hoch schätzt, sind diese jung gebliebenen Rock’n Roller durchaus noch immer in der Lage, von Null auf 100 durchzustarten, sobald auf ihrem Tisch einer tanzt, mit Deep Purple vom „Easy Livin“ singt und zu dem Bekenntnis animiert, „I love Rock’n Roll“, wie es Hörner getan hat.
Noch etwas weiter zurück in die tiefen 60er Jahre greifen Daniel, Marcus, Dennis und Christian von „The 2nd Generation“. Sie sind in der Tat die zweite Generation, denn erlebt hat diese Zeit keiner von ihnen. Doch dass sich die Leute, die in den 70er und 80er Jahren geboren sind, genau dieser Musik zuwenden, zeigt, wie zeitlos aktuell und wegweisend für die kommenden Jahrzehnte der Sound von damals war. Perfekt begeister das junge Quartett mit den legendären Songs der Beatles, Hollies, Searchers, Stones und vielen weiteren Zeitgenossen sein Publikum. Das Geheimnis ihres unnachahmlichen originalgetreuen Coversounds. Sie spielen auf Original-Instrumenten und verwenden Verstärker aus jener Zeit. Die Musik geht ins Blut, ob man will oder nicht und plötzlich drängen sich alle auf der Tanzfläche, auch wenn sie eigentlich nur brav den alten Liedern zuhören wollten. Logisch, dass für dieses Feeling eine Nacht zu kurz ist. Aber nach dem neuerlichen Erfolg dürfte außer Frage stehen, dass die dritte Beatnacht 2012 praktisch schon beschlossene Sache ist.  

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Tom Hörner gibt alles

Taunus Zeitung 01.11.2011


Da tanzen alle mit


Zweite Beat-Night begeistert knapp 500 Fans in der Stadthalle


Waren sie im vergangenen Jahr bei der ersten "Beat-Night" die Vorgruppe von den Lords, so bestritten sie diesmal das Hauptprogramm: Die Gießener Band "The 2nd Generation" brachte den Oberurselern am Wochenende Beat, Twist und Rock ‘n‘ Roll vom Feinsten in die Stadthalle.


Von Andrea Rosenbaum


Oberursel. Davon ausgehend, dass sich die Serie des guten "Supports" bei den Oberurseler Beat-Nächten fortsetzt, dürften 2012 "The Bubbles" als Topact die Bühne der Stadthalle besteigen. Denn 2010 hatten die Beatmacher Peter Neidhardt und Dave Achim Obst unter dem Motto "Remember The Star-Club" die Band "The 2nd Generation" als Vorgruppe für die legendären Lords engagiert. Da die stark an die Beatles erinnernden Jungs aus Gießen bei vielen besser ankamen als die wesentlichen populäreren Lords, wurden sie zur zweiten Beat-Nacht am Samstag als Hauptattraktion gebucht.
Und die etwas älteren "Bubbles" dürfen ihnen an diesem Abend den Weg bereiten. Die Hofheimer haben sich mit Liedern von Kiss, Status Quo, Pink Floyd, Led Zeppelin und Bryan Adams mehr dem Rock ‘n‘ Roll der 70er/80er Jahre verschrieben. Dabei macht Sänger Tom Hörner in schwarzen Lederhosen und Schornsteinfegerjacke aus Samt mit Goldknöpfen, sowie einer zum Kiss-Song passenden Maske und Perücke eine prima Figur.
"Die sind klasse", meint denn auch eine Oberhöchstädterin begeistert, "wenn man wie ich auf Heavy Metal steht, ist das genau das Richtige. Denen nimmt man ab, dass sie diese Zeit erlebt haben."
Währenddessen läuft Daniel Ehrhardt, Sänger von "The 2nd Generation", aufgeregt durchs Publikum. "Es ist großartig, dass wir heute als Hauptact hier sein dürfen, es macht einen Riesenspaß in Oberursel zu spielen", sagt er noch schnell im Vorübergehen, bevor er sich mit seinen Bandmitgliedern hinter der Bühne trifft.


Tom Hörner gibt alles


Doch er hat noch eine Menge Zeit, denn das Repertoire der "Bubbles" ist groß, und die Leute wollen es hören. Temperamentvoll haut die Band "Easy Livin‘" von Uriah Heep raus. So langsam kann keiner der knapp 500 Besucher die Füße mehr still halten. Überall wird gewippt und gezappelt. "Radar Love" von Golden Earring kommt da genauso gut an wie "Locomotive Breath" von Jethro Tull. Tom Hörner, der äußerlich ein wenig an den jüngeren Wolfgang Ambros erinnert, gibt alles bei "Whole Lotta Love" von Led Zeppelin, er kreischt, wimmert, schreit, fällt auf die Knie – er lebt diesen Song.
Natürlich sind inzwischen alle in der Halle geboren, um wild zu sein, und die "Bubbles" geben den Orschelern, was sie dazu noch brauchen, nämlich "Born To Be Wild" von Steppenwolf. "Wenn ihr jetzt glaubt, das ist nicht zu toppen", ruft Hörner außer Atem in die tanzende Menge, "da behaupte ich das Gegenteil." Er behält Recht, schickt sein Publikum auf den "Highway To Hell" von AC/DC, bei dem nun wirklich jeder mitsingt.


Jetzt müssen die Fans der sympathischen zweiten Generation nicht mehr lange warten. Eine kurze Pause,dann begrüßt Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) die Gäste in der Stadthalle. "Es gibt doch noch Steigerung und die heißt ,2nd Generation‘, die Band, die vergangenes Jahr schon so gut gefallen hat." Sauber und gekonnt präsentieren die vier Musiker ihren ersten Song. Doch eigentlich braucht die Oberurseler jetzt keiner noch mit "Come On And Sing" aufzufordern: Die Tanzfläche wird immer größer, sitzen mag keiner mehr und mitsingen will jeder. Kein Wunder, bei Titeln wie "Somebody Help Me", "Hippie Hippie Shake", "Eight Days A Week", "Painter Man", "You Really Got Me" und vor der ersten Pause "Get Out Of My Cloud".
Allerdings will hier im Moment keiner, dass "The 2nd Generation" aus seinem Dunstkreis entschwinden. Aber es bleiben ja nach der Pause noch 2 mal 45 Minuten Beat, Twist und Rock ‘n‘ Roll vom Feinsten. 

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